Aktiv im Alter in Nordrhein-Westfalen
Partizipation stärken
Das Programm "Aktiv im Alter Nordrhein-Westfalen" will die Partizipation älterer Menschen in den einzelnen Kommunen unterstützen und nachhaltige Strukturen für die Weiterentwicklung der gemeinwesenorientierten Seniorenarbeit fördern. Auf der Basis des auf Bundesebene verfassten Memorandums "Mitgestalten und Mitentscheiden - Ältere Menschen in Kommunen" (www.aktiv-im-alter.net), an dessen Erstellung das Land Nordrhein-Westfalen beteiligt war, sind in 2008 und 2009 insgesamt 44 Kommunen in dieses Programm einbezogen. Seit dem Herbst 2008 fördert das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration Nordrhein-Westfalen davon 20 Kommunen, das Bundesfamilienministerium 23 (7 in 2008, 16 ab Juni 2009), ABM Generali die Kommune Mülheim an der Ruhr.
Einbezogen sind sowohl Großstädte, die ihre Aktivitäten auf Stadtteilebene ausrichten, als auch Mittelstädte und kleinere Landgemeinden, der Kreis Soest stellt in dem Programm eine Besonderheit über die Einbeziehung eines ganzen Kreises dar.
Neue Beteiligungsformen
Über lokale Bürgerforen, aktivierende Befragungen, Thementage und weitere Formen der Bürgerbeteiligung werden die Wünsche und Interessen der älteren Menschen kleinräumig erfasst und zusammen mit kommunalen Entscheidungsträgern, Vertretern der Verwaltungsebene und anderen "Schlüsselpersonen" in Runden Tischen, Initiativkreisen oder Arbeitsgruppen diskutiert und daraus Projektideen weiterentwickelt.
Neben den vielfältigen Projektanstößen zu verschiedenen Themen und Bedarfen vor Ort sollen vor allem Erfahrungen mit diesen Mitwirkungsformen gesammelt werden, um ihre Vorteile für alle Beteiligten vor Ort sichtbar werden zu lassen und sie langfristig einzurichten.
Auf dieser Seite finden Sie zukünftig aktuelle Informationen rund um die Aktivitäten in NRW.
- Einführung
- Ansprechpersonen / Kontakt
- Liste der teilnehmenden Kommunen
- Porträts der teilnehmenden Kommunen
- Arbeitshilfen
Dokumentation zum Aufbau von Netzwerken in der Nachbarschaft in Moers (PDF-Datei, 1,98 mb)
Aktuelles aus dem Programm
Am 27. und 28. Januar 2010 fand in Hilden die Abschlussveranstaltung für das durch das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen geförderten Projektes statt. Neben den 20 landesgeförderten Kommunen waren auch die bundesgeförderten Kommunen geladen. Herr Fettweis als zuständiger Referent des Landes für das Projekt hob die vielen entwickelten Ansätze, Beteiligungsstrukturen und Einzelprojekte besonders hervor und kündigte die Unterstützung eines Netzwerkes "Aktiv im Alter NRW" durch das Ministerium an.
Herr Koscielny als Vertreter des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend begrüßte das besondere Engagement des Generationenministeriums und sieht das vor zwei Jahren zu Grunde gelegte Memorandum zur Weiterentwicklung der Beteiligungschancen älterer Menschen in den Kommunen auch weiterhin als zu verfolgende Zielrichtung an.
Prof. Dr. Reiner Gronemeyer führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in seinem Festvortrag zu einem "Außenblick" auf die Rolle der älteren Menschen in unserer Zivilgesellschaft, ausgehend von seinen Erfahrungen in der Arbeit mit älteren Menschen in Südafrika. Die Potenziale der älteren Menschen können durchaus dem "Zerfall der Gemeinschaftlichkeit" entgegenwirken, beispielsweise um die "kulturellen Klüfte zwischen den Generationen" zu überwinden. Hier sieht er in der Gesellschaft und in den Kommunen die Ressourcen der älteren Menschen noch nicht ausreichend berücksichtigt.
Frau Prof. Wegner stellte die wissenschaftlichen Ergebnisse des ZZE zu dem Projekt vor, im Anschluss Frau Stratmann von fastra c/o Forum Seniorenarbeit die Vorgehensweise und weiteren Unterstützungsmöglichkeiten der Prozessbegleitung in Nordrhein-Westfalen.
In einer Ausstellung wurden die Ergebnisse der einzelnen Standorte vorgestellt und angeregt diskutiert.Am zweiten Tag wurden in Workshops die Rahmenbedingungen für die nachhaltige Wirkung des Erreichten diskutiert und Themen für die Zukunft erarbeitet.
Ergebnisse der Prozessbegleitung (PDF-Dokument, 2,10 MB)
Dokumentation der Abschlussveranstaltung (PDF-Dokument, 2,31 MB)
Zweites Vernetzungstreffen
Das zweite Vernetzungstreffen im Programm "Aktiv im Alter NRW" fand unter reger Beteiligung der Vertreter aus den beteiligten Kommunen am 17.9.2009 in Münster statt. Frau Kern vom ZZE aus Freiburg stellte die ersten Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung vor (siehe Anlage), die einzelnen Kommunen die Ergebnisse der Bürgerforen, Befragungen und Projektplanungen vor Ort. Dr. Knopp von der Fachhochschule Düsseldorf wies am Beispiel der Düsseldorfer und Kölner Netzwerke auf notwendige Rahmenbedingungen hin, um Partizipation und Engagement zu verstetigen. In der Diskussion wurde das Interesse signalisiert, auch über den bestehenden Projektzeitraum hinaus an den aufgeworfenen Themen und Strukturen weiter zu arbeiten und eine landesweite Vernetzung fortzuführen. Frau Stratmann von fastra stellte hierfür Unterstützungsmöglichkeiten beispielsweise über forum seniorenarbeit und das seniorenpolitische Netzwerk in Nordrhein-Westfalen vor.
Dokumentation des Vernetzungstreffens als PDF-Dokument (3,74 mb)
Bilder vom Treffen als PDF-Dokument (944 kb)
Treffen der Engagierten in Meerbusch
Am 1.9.2009 fand das Treffen der Engagierten in dem Projekt "Aktiv im Alter NRW" in Meerbusch statt. Ca. 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den verschiedenen Kommunen berichteten über ihre Eindrücke und Projekte, in denen sie tätig sind. Während einige von ihnen über die Bürgerforen zu neuen Projekten fanden, knüpfen andere an ihrem bestehenden Engagement an und versuchen über verbesserte Ansprache oder auch erweiterte Kooperationen weitere Mitstreiter zu gewinnen.
Betont wurde die Bedeutung hauptamtlicher Strukturen und Unterstützungsleistungen durch eine kontinuierliche Begleitung in den Kommunen. Insbesondere unter dem Aspekt der nachhaltigen Sicherung des Erreichten wurden gesicherte personelle Kapazitäten als eine der wichtigsten Rahmenbedingungen benannt.
Auch über die Laufzeit des Projektes Ende 2009 wurde der Wunsch nach einem wiederholten Erfahrungsaustausch mit Projekten und Beteiligten aus anderen Kommunen deutlich.
Erstes Vernetzungstreffen
Das erste Vernetzungstreffen der 20 vom Land geförderten Kommunen fand am 28.4.2009 in Wuppertal statt. Hier wurden die ersten Zwischenergebnisse vorgestellt. In einigen Kommunen wurden bereits Bürgerbefragungen und Bürgerforen durchgeführt und Auswertungen vorgenommen. Themen wie Nahversorgung, die Entwicklung neuer Wohnformen, Gestaltung des Wohnumfeldes, Mobilität, Vernetzung der vorhandenen Angebote und deren Informationstransfer, Bildungs- und Kulturangebote, Aufwertung kommunikativer Treffpunkte, Nachbarschaftshilfe und Dienstleistungen werden aufgegriffen und in konkrete Projekte überführt.
Sicherung des Erreichten
Neben den konkreten Projektideen und Fragen der Umsetzung - beispielsweise wie können fehlende Lebensmittelläden durch eine konzertierte Zusammenarbeit oder neue Angebote vor Ort ersetzt werden? - stellt sich bereits jetzt die Frage nach der Sicherung der erreichten Qualität und den zum Teil neu erarbeiteten Mitwirkungsformen, wie beispielsweise einem Bezirksaltenrat. Durch die Anstöße, die vor Ort gegeben wurden, sind neue Themen und Projektgruppen entstanden, die auch nach Ende des Programms in 2009 einer kompetenten Begleitung bedürfen. Hierzu wurden erste Ideen entwickelt, die in den Kommunen umgesetzt werden sollen.
Aktuelle Neuigkeiten und Aktualisierungen im Bereich Aktiv im Alter NRW
Netzwerktreffen Aktiv im Alter NRW
04.08.2010
KreativWerkstatt Video im August 2010
14.07.2010
Fachkonferenz Aktiv im Alter
07.07.2010
Tagungsdokumentation Aktiv im Alter erschienen
03.05.2010
Dokumentation der Abschlußveranstaltung Aktiv im Alter NRW
22.03.2010
Portrait Nettetal
27.11.2009
Portrait Soest
27.11.2009
Portrait Altena
06.11.2009
Portrait Moers
05.10.2009
Portrait Monheim
05.10.2009
Aktiv im Alter in NRW - Kontakt
